Leben

Turning point Pt 8: Neues Jahr, neues Glück

2019

Jetzt ist die letzte OP schon wieder einen Monat her, Weihnachten vorbei, Silvester vorbei, mitten im neuen Jahr. Es geht mir meistens ganz gut, manchmal okay. Das ist echt tagesformabhängig. Die Woche stand mal wieder ein Ambulanzbesuch an. Die machen schon fast ein bisschen Spaß, weil mich mittlerweile alle kennen und grüßen. Nach wie vor sind alle so unglaublich nett zu mir. Leider sieht mein Thorax laut Röntgen von innen immer noch mies aus, das bleibt anscheinend auch erstmal so. Das Triflo werde ich wohl nicht so schnell los… Aber immerhin sind die Blutwerte endlich mal wieder gut.

Aber drei Bälle sind kein Ding mehr. Ha!

Drei Bälle? Kein Problem! Ha!

Endliche eine Diagnose?!

Aber Diagnosetechnisch geht es endlich etwas voran. Aktuell steht die Verdachtsdiagnose Morbus Still im Raum – das ist eine recht seltene rheumatische Erkrankung, die solche komischen Sachen wie Lungenbeteiligung machen kann. Und sie passt auch zu Beschwerden, die ich quasi schon mein Leben lang habe: Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen usw… Ich habe wirklich viel Hoffnung, dass es endlich die richtige Diagnose ist. Dann kann man endlich etwas unternehmen und es schwebt ein Stück mehr Lebensqualität in der Zukunft vor meiner Nase.

Aktuell bekomme ich hochdosiertes Cortison, das ich jetzt über einen Monat auf eine niedrige Dosis ausschleichen soll. Wenn das anschlägt, spricht alles für eine autoinflammatorische Erkrankung und in der Diagnosefindung geht es einen großen Schritt nach vorne. Ich drücke mir selber die Daumen. Sehr! Jedenfalls bin ich unglaublich dankbar, ernstgenommen zu werden. Nach so vielen Jahren mit so vielen Arztbesuchen kommt man sich schon etwas wie ein Hypochonder vor. Die Bestätigung durch die Ärzte tut daher auch dem Kopf ganz gut – ich werde nicht komplett verrückt.

 

Danke,  Alltag

Mal abgesehen von der gesundheitlichen Sache, läuft 2019 bisher recht gut. Ich habe meinen neuen Job angefangen (ja, von 0 auf 100 ist doch härter als gedacht!) und meine neuen Kollegen sind zum Glück unfassbar nett. Noch fühle ich mich ab und an etwas verloren, aber ich schätze, das gehört zum Jobwechsel einfach dazu. Vermutlich sollte ich etwas geduldiger mit mir selbst werden. Jedenfalls freue ich mich sehr, abgesehen von meiner Familie und Freunden, wieder eine Konstante in meinem Leben zu haben. Ich habe mich selten so über etwas Alltag gefreut.

 

Fortsetzung folgt.

Hier geht’s zu  Teil 1 /// Teil 2 /// Teil 3 /// Teil 4 /// Teil 5 /// Teil 6 /// Teil 7  /// Teil 8