Leben

Turning point: Ups and Downs Teil 5

Two steps forward, one step back

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber: tja. Mir fällt kein anderer Begriff ein, der meine aktuelle Situation besser beschreiben könnte. Tja, Mist. Tja, shit happens. Tja, ist halt so.

Die letzten Tage waren voller Ups and Downs, aber immerhin die Tendenz stimmt: Es geht bergauf, wenn auch nach wie vor langsam. Schmerzmittel nehme ich immer noch en masse und eine Physiotherapeutin zeigt mir jetzt regelmäßig Atemübungen und Übungen, um meine Schulter zu lockern.

Die tut immer noch ziemlich weh. Ich übe wirklich viel. Das Atmen klappt auch schon besser – ich kann mittlerweile sogar für einige Minuten auf der rechten Seite liegen. Manchmal schlafe ich dabei sogar ein. Krass, was? Deshalb bin ich insgesamt recht zuversichtlich, als es Mittwoch zur Kontrolle in die Ambulanz des Herzzentrums geht. Im Gegensatz zum letzten Mal kann ich jetzt sogar den langen Weg zum Röntgen laufen – und das sogar recht zügig.

Danach folgt die Ernüchterung. Der Arzt schaut sich das neue Röntgenbild an, zieht das von letzter Woche zum Vergleich daneben. Dass sich die Bilder sehr ähneln, kann sogar ich als Laie sehen. Es ist fast wie eins dieser Fehler-Suche-Bilder. Finden Sie die fünf Fehler im rechten Bild?

 

Ernüchterung, Ernüchterung

Viel hat sich nicht getan. Es ist fast immer noch genauso viel Wasser da, wie vorher. Etwas Positives gibt es immerhin: Es ist mehr Luft im unteren Teil der linken Lunge. Aber erneute Ernüchterung nach dieser kurzen positiven Nachricht: Die Wunden gefallen dem Doc nicht. Nachdem es letzte Woche erst hieß „zwei Tage Pflaster drauf lassen, danach können Sie duschen“, ist der Stand heute: „Mh, das nässt zu sehr. Wenn das in einer Woche noch nässt, müssen wir das noch mal nähen.“ Klasse. Ich freue mich. Ich liebe Nadeln! So sehr!

Es ist noch ’ne Woche, chill mal, mag jetzt jemand denken. Ja. Ich weiß. Aber jedes Mal, wenn ich aktuell versuche positiv zu denken, tritt das Negative ein. Da fällt es langsam schwer vom Positiven auszugehen. Aber warten wir es ab… Eigentlich bin ich ja doch Optimistin.

 

Der Hund ist ein blöder Nachmacher

On top, weil das alles ja noch nicht reicht, hat der Hund jetzt übrigens auch eine Lungenentzündung. Konnte es wohl nicht ertragen, nicht die volle Aufmerksamkeit zu bekommen. Und jetzt nervt mich das, weil der Hund mir natürlich unendlich leid tut und ich aus tiefstem Herzen hoffe, dass es ihm bald besser geht. Fast schlimmer, als mein eigener Scheiß… Es reicht langsam alles. Ich hätte gerne meinen stinknormalen Alltag zurück. Danke.

 

Fortsetzung folgt.

Hier geht’s zu  Teil 1 /// Teil 2 /// Teil 3 /// Teil 4 /// Teil 5